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Gelöscht 131044
Gast
Liebe Forumsmitglieder,
ich bin 26 Jahre alt und studiere im 6.Semester (ab April eigentlich 7. und letztes Semester) Physician Assistance an einer privaten Hochschule.
Nun hatte ich in den letzten Monaten sehr viel Stress, sodass es mir aktuell psychisch und physisch nicht gut geht (aufgrund von chronischen Krankheiten und zahlreichen privaten Problemen). Deshalb überlege ich das Studium zu verlängern und die Bachelorarbeit (BA) um ein Semester zu verschieben.
Zu den Rahmenbedingungen:
Ich zahle pro Monat 386€ Studiengebühren, müsste aber bei einer Verlängerung nur 3 statt 6 Monate zahlen. Während des Semesters habe ich 11 Vorlesungstage und 7 Praxistage, an denen ich in einer Hausarztpraxis arbeiten muss. Diese ist in meiner Heimat, sodass ich 400 km zwischen meinem Studienort pendeln muss. Die Praxistage lege ich jedoch entgegen den Wunsch meiner Uni zusammen, sodass sich das Pendeln auf ein Minimum reduziert. Ich benötige im gesamten Semester 8-10 Tage für das Pendeln (ich weiß noch nicht, wie oft ich in meine Heimat fahre, um dort meine BA zu schreiben). Die Zeit im Zug kann ich leider aufgrund meiner Reisekrankheit nicht nutzen. An den Tagen mit VL, Praxis und Pendeln werde ich mich jedoch aus verschiedenen Gründen nicht mehr an die BA setzen können. Somit habe ich ca. 9,5 Wochen zum Schreiben, wovon ich noch 3 Wochen Zeit zur Prüfungsvorbereitung benötige. Davon abzuziehen sind noch private Termine, Treffen mit Freunden, Geburtstage, Arzttermine,.. .
Mein Problem:
Aufgrund meiner aktuellen gesundheitlichen Lage weiß ich nicht, wie ich die Bachelorphase überstehen soll. Ich weiß, dass ich es schaffen würde, die BA zu schreiben, da ich in solchen Phasen funktioniere. Bei vorherigen Hausarbeiten konnte ich feststellen, dass ich diese immer geschafft habe, aber die Phasen bezogen sich auf 4-6 Wochen und auf maximal 18 Seiten. Danach war ich immer ausgelaugter als zuvor. In diesen Phasen habe ich nämlich meine Gesundheit und mein Sozialleben vernachlässigt. Aktuell ist mein Energielevel und Belastbarkeit ziemlich niedrig, sodass meine Konzentration ebenfalls leidet. Ich bin leider sehr perfektionistisch, sodass ich immer mindestens 90, eher 100% erreichen will.
Für die BA muss ich 35-60 Seiten schreiben. Ich schreibe eine Medizin-ethische literarische BA zum Thema Patientenverfügung. Im Falle einer Verschiebung kann ich das Thema behalten.
Vorteile:
Ich könnte vor der BA Energie für diese sammeln durch Urlaube oder Auszeiten. Zudem kann ich mich damit beschäftigen, wann ich möchte und habe dabei keinen Zeitdruck. Ich kann mich vorher auf meine Prüfungen konzentrieren und danach den Fokus auf die BA legen. Wenn ich vor dem Abgabezeitpunkt Ende Dezember fertig sein sollte, habe ich die restliche Zeit Urlaub und kann mich erholen. Nach der Abgabe kann ich dann ab Januar anfangen zu arbeiten (wenn ich sie nicht verschiebe, würde ich nach der BA auch erstmal 2-3 Monate Erholung brauchen).
Nachteile:
Ich würde mein WG-Zimmer kündigen und bis zu meinem ersten Job wieder bei meinen Eltern einziehen, um Miete zu sparen. Dabei ist das Konfliktpotential erhöht, was zusätzlichen Stress erzeugen kann. Zudem zahle ich für die Verlängerung 1200€ (das kann ich mir jedoch gut leisten). Wenn ich die BA nicht verschiebe, würde ich in der Pause zwischen Studium und Job mich arbeitslos melden, um ALG1 zu erhalten.
Wenn ich die Praxistage aneinander lege, habe ich eventuell mehr Energie und Kraft als angenommen, sodass ich mich über die Verschiebung ärgern würde. Im Falle einer Verschiebung könnte ich die BA immer im Hinterkopf haben, sodass ich an freien Tagen nicht abschalten könnte. Anders herum betrachtet, könnte es jedoch sein, dass ich immer im Hinterkopf hätte, dass ich mich eigentlich an diese dran setzen sollte, wenn ich mi doch mal einen freien Tage nehme (an einem Geburtstag zum Beispiel).
Ihr seht, ich bin ein sehr analytischer Mensch. Jedoch weiß ich nicht, ob ich die BA verschieben soll. Es spricht vieles dafür, jedoch auch einiges dagegen. Die meisten Familienangehörigen und Freunde, die ich nach Rat gefragt habe, sind gegen eine Verschiebung. Aber letzendlich ist das natürlich meine Entscheidung. Priorität ist aktuell auf jeden Fall meine Gesundheit. Aber ich habe das Gefühl die Entscheidung (egal ob für oder gegen eine Verschiebung) vor mir selbst rechtfertigen zu müssen.
Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen?
Liebe Grüße,
SportskanoneLB98
ich bin 26 Jahre alt und studiere im 6.Semester (ab April eigentlich 7. und letztes Semester) Physician Assistance an einer privaten Hochschule.
Nun hatte ich in den letzten Monaten sehr viel Stress, sodass es mir aktuell psychisch und physisch nicht gut geht (aufgrund von chronischen Krankheiten und zahlreichen privaten Problemen). Deshalb überlege ich das Studium zu verlängern und die Bachelorarbeit (BA) um ein Semester zu verschieben.
Zu den Rahmenbedingungen:
Ich zahle pro Monat 386€ Studiengebühren, müsste aber bei einer Verlängerung nur 3 statt 6 Monate zahlen. Während des Semesters habe ich 11 Vorlesungstage und 7 Praxistage, an denen ich in einer Hausarztpraxis arbeiten muss. Diese ist in meiner Heimat, sodass ich 400 km zwischen meinem Studienort pendeln muss. Die Praxistage lege ich jedoch entgegen den Wunsch meiner Uni zusammen, sodass sich das Pendeln auf ein Minimum reduziert. Ich benötige im gesamten Semester 8-10 Tage für das Pendeln (ich weiß noch nicht, wie oft ich in meine Heimat fahre, um dort meine BA zu schreiben). Die Zeit im Zug kann ich leider aufgrund meiner Reisekrankheit nicht nutzen. An den Tagen mit VL, Praxis und Pendeln werde ich mich jedoch aus verschiedenen Gründen nicht mehr an die BA setzen können. Somit habe ich ca. 9,5 Wochen zum Schreiben, wovon ich noch 3 Wochen Zeit zur Prüfungsvorbereitung benötige. Davon abzuziehen sind noch private Termine, Treffen mit Freunden, Geburtstage, Arzttermine,.. .
Mein Problem:
Aufgrund meiner aktuellen gesundheitlichen Lage weiß ich nicht, wie ich die Bachelorphase überstehen soll. Ich weiß, dass ich es schaffen würde, die BA zu schreiben, da ich in solchen Phasen funktioniere. Bei vorherigen Hausarbeiten konnte ich feststellen, dass ich diese immer geschafft habe, aber die Phasen bezogen sich auf 4-6 Wochen und auf maximal 18 Seiten. Danach war ich immer ausgelaugter als zuvor. In diesen Phasen habe ich nämlich meine Gesundheit und mein Sozialleben vernachlässigt. Aktuell ist mein Energielevel und Belastbarkeit ziemlich niedrig, sodass meine Konzentration ebenfalls leidet. Ich bin leider sehr perfektionistisch, sodass ich immer mindestens 90, eher 100% erreichen will.
Für die BA muss ich 35-60 Seiten schreiben. Ich schreibe eine Medizin-ethische literarische BA zum Thema Patientenverfügung. Im Falle einer Verschiebung kann ich das Thema behalten.
Vorteile:
Ich könnte vor der BA Energie für diese sammeln durch Urlaube oder Auszeiten. Zudem kann ich mich damit beschäftigen, wann ich möchte und habe dabei keinen Zeitdruck. Ich kann mich vorher auf meine Prüfungen konzentrieren und danach den Fokus auf die BA legen. Wenn ich vor dem Abgabezeitpunkt Ende Dezember fertig sein sollte, habe ich die restliche Zeit Urlaub und kann mich erholen. Nach der Abgabe kann ich dann ab Januar anfangen zu arbeiten (wenn ich sie nicht verschiebe, würde ich nach der BA auch erstmal 2-3 Monate Erholung brauchen).
Nachteile:
Ich würde mein WG-Zimmer kündigen und bis zu meinem ersten Job wieder bei meinen Eltern einziehen, um Miete zu sparen. Dabei ist das Konfliktpotential erhöht, was zusätzlichen Stress erzeugen kann. Zudem zahle ich für die Verlängerung 1200€ (das kann ich mir jedoch gut leisten). Wenn ich die BA nicht verschiebe, würde ich in der Pause zwischen Studium und Job mich arbeitslos melden, um ALG1 zu erhalten.
Wenn ich die Praxistage aneinander lege, habe ich eventuell mehr Energie und Kraft als angenommen, sodass ich mich über die Verschiebung ärgern würde. Im Falle einer Verschiebung könnte ich die BA immer im Hinterkopf haben, sodass ich an freien Tagen nicht abschalten könnte. Anders herum betrachtet, könnte es jedoch sein, dass ich immer im Hinterkopf hätte, dass ich mich eigentlich an diese dran setzen sollte, wenn ich mi doch mal einen freien Tage nehme (an einem Geburtstag zum Beispiel).
Ihr seht, ich bin ein sehr analytischer Mensch. Jedoch weiß ich nicht, ob ich die BA verschieben soll. Es spricht vieles dafür, jedoch auch einiges dagegen. Die meisten Familienangehörigen und Freunde, die ich nach Rat gefragt habe, sind gegen eine Verschiebung. Aber letzendlich ist das natürlich meine Entscheidung. Priorität ist aktuell auf jeden Fall meine Gesundheit. Aber ich habe das Gefühl die Entscheidung (egal ob für oder gegen eine Verschiebung) vor mir selbst rechtfertigen zu müssen.
Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen?
Liebe Grüße,
SportskanoneLB98