[QUOTE="Jens79, post: 54595, member: 1357"]
Hallo Mondhexe,
so wie sich das anhört, bist du wirklich sehr depressiv und ängstlich zur Zeit. Das erkennt man sehr gut an dieser Gedankenkette:
Sohn beendet die Schule --> bekommt keine Lehrstelle --> wird nach Kanada geschickt --> wird vom Onkel negativ beeinflusst --> wird dich schließlich ebenso hassen
Du befürchtest die negativsten Dinge, obwohl es auch ganz anders kommen kann:
Sohn beendet die Schule --> bekommt eine Lehrstelle --> beginnt ein selbstständiges Leben
Natürlich weißt du jetzt noch nicht, wie es nach seinem Schulabschluss weiter geht. Aber du solltest auf keinen Fall jetzt schon den Teufel an die Wand malen. Du sagst doch selber, dass du kaum mehr Kraft hast, morgens nicht aus dem Bett kommst etc. Viel besser wäre es doch, wenn du die Sache so betrachtest, wie sie tatsächlich ist: Dein Sohn beendet die Schule. Punkt. Was danach kommt, das wird sich zeigen. Wenn du dir so eine realistische Sicht der Dinge angewöhnst, dann bist du auch in der Lage, die Dinge positiv zu beeinflussen z.B. deinen Sohn bei der Lehrstellensuche zu unterstützen.
Depressionen mit Medikamenten zu behandeln ist das eine. Aber das eigentliche Problem, nämlich diese automatischen negativen Denkweisen, werden dadurch natürlich nicht verändert. Eine Psychotherapie wäre geeignet, dir dabei Hilfestellungen zu geben. Hast du sowas schon mal gemacht?
Zu deinen Medikamenten wollte ich noch fragen, da es beides Trizyklika sind, gibt es einen besonderen Grund, dass du gerade diese Sorte Antidepressiva bekommst? Denn eigentlich werden die heutzutage eher selten verschrieben. Heute setzt man gegen Depressionen und Ängste vorzugsweise Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI u.ä.) ein. Hast du die schon mal bekommen, bzw. deinen Psychiater danach gefragt?
Viele Grüße,
Jens
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