[QUOTE="Tyra, post: 326117"]
Hier noch ein Text zum Thema Magersucht, den ich gerne zitiere, da Magersüchtige oft dem Gefühl der Ohn-macht unterliegen, die Eigenverantwortung im Handeln oft nicht akzeptieren sich auch in gewisser Weise verweigern, dem Leben verweigen , der eigenen Macht, die sie im Grund haben verweigern und eher passiv sind, sich verstecken etc...passiv sein hat ja oft auch seine bequemen Seiten...
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Harriet Rubin: Machiavelli für Frauen, Seite
Das Paradoxon von der Magersucht der Macht
Zwischen vielen Frauen und ihrer Fähigkeit, zu bekommen, was sie wollen, steht ihr Hang zur Selbstverneinung. Jede von uns hat diese Selbstverneinung schon in ihrem Verhalten gegenüber Essen und Appetit manifestiert gesehen, wo sie manchmal die extreme Form der Magersucht annimmt. Aber Magersucht ist nur das Symptom für einen tieferen Aspekt der Selbstverneinung: die Sehnsucht nach Machtlosigkeit. Das ist die Magersucht der Macht.
Eine Magersüchtige der Macht erkennt man an eindeutigen Zeichen. Sie ist von emotionaler Zartheit. Sie stimmt schnell zu und ist kaum imstande, nein zu sagen, auch wenn die Atmosphäre für sie günstig ist. Sie wischt Komplimente beiseite. Sie sagt: "Nein danke, ich mache das schon selbst", wenn andere ihr helfen wollen. Sie beobachtet die Machtmenschen und sucht ihre Anerkennung. Ihr Schrank ist voller Kleider in Schwarz und Beige, den Farben der Trauer und der Tarnung. Ihre Sprache verrät Abhängigkeit. Ständig führt sie Wörter wie "sehr" und "wirklich" im Munde. Sie sagt: "Das ist sehr sehr gut", als ob ihre Meinung so wenig zählen würde, daß sie sie überbetonen muss.
Ihren Aussagen nimmt sie die Kraft, indem sie sie mit exaltierten Ausrufen versieht oder sich überhaupt nicht traut, das Wort zu ergreifen, auch wenn ihre Idee ein Problem lösen könnte. Sie holt sich die Niederlage aus den Klauen des Sieges. Sie hat solche Angst zu verlieren, dass sie gar nicht erst versucht zu gewinnen. Sie analysiert ihre Niederlagen nicht als mögliches Scheitern ihrer Strategie, sondern ignoriert sie. Und das Schlimmste ist: Sie ist härter gegen sich selbst, als je ein Feind sein könnte. Mit jedem Anfall von Magersucht der Macht wird sie dünner und in ihren Augen und denen der anderen inkonsequenter. Sie hat kein Gewicht, keine Substanz, keine Präsenz.
Fürstinnen müssen essen, um ihren Charakter groß und stark werden zu lassen. Eine Fürstin sagt nicht nein zu sich selbst. Sie zieht sich nicht in den Schatten zurück, wenn sie sich selbst groß machen und Aufmerksamkeit erregen kann. Jeanne d'Arc trug in der Schlacht Weiß, um groß und auffällig zu erscheinen. Ein Feind, der sieht, daß man Sie nicht einschüchtern kann, wird nicht versuchen Ihnen zu nahe zu kommen.
Selbstverneinung, dünn zu sein wie ein Bleistift, eine untergeordnete Position -alles dies erfordert keine Macht..................
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Es verabschiedet sich für heute Fürstin Tyra, mit stattlichen 75 Kilos (von denen 5 kg. allerdings demnächst der Weight Watchers-kampf angesagt wird) bei ner Größe von 1,73, die sich nicht scheut ihren derzeit etwas exaltierten Ar**auch mal in weissen Leinenbuxen Grösse 42 (von Esprit..mit arschophiler Schnittführung..darf man eigentlich Schleichwerbung machen??) zu präsentieren ...schliesslich ist ja Weiss DIE Farbe um aufzufallen 
LG
Tyra
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