Guten Abend allerseits.
Ich (40) bin vor knapp 2 Jahren von Berlin wieder zurück aufs Land nach Sachsen gezogen und habe mein Elternhaus übernommen. Ich habe hier einen neuen Job gefunden, wollte sowieso aus Berlin raus, meine Ex Freundin, mit der ich 4 Jahre zusammen war, und ich, haben uns klassisch auseinander gelebt. Sie ist inzwischen neu vergeben, wir haben uns im Guten getrennt.
Zurück in die Heimat, .... ich habe hier einige Familienmitglieder, weshalb ich auch her gezogen bin. Soziale Kontakte neu aufbauen ist schwer, es leben kaum noch Leute in meinem Alter hier, das war mir natürlich klar. Dass es so hart wird, eher nicht. Die nächst größere Stadt ist mit dem Auto 40min entfernt. Und man fährt eher nicht, wenn man nicht muss, über Land- und Kreisstraßen dort hin.
Die Leute hier sind sehr viel verschlossener als in Berlin, auch damit hab ich gerechnet. Aber auch hier: Gewöhnungsbedürftig. Ich habe auf einem Dorffest letztes Jahr hier eine ehemalige Schulkameradin wieder erkannt, sie mich nicht. Nach einigen zufälligen Begegnungen beim Einkaufen und auch im Dorf ist sie etwas aufgetaut, hatten im Juli 2023 damals Nummern getauscht und ein paar Mal was unternommen. Sie gefiel mir, ich hätte mir mehr vorstellen können. Sie war anfangs sehr interessiert, entwickelte sich aber dann irgendwie sehr unverbindlich, wirkte dann auch distanziert, trotz Komplimenten ihrerseits und ständig neuen Vorschlägen, etwas gemeinsam zu machen, was mir etwas schwer viel zu deuten. Irgendwann merkte ich, dass sie vermutlich mehrere Eisen im Feuer hat und auch einen größeren "Kreis von männlichen Freunden und Kumpels, die sie so um sich zu scharen pflegte". Jedenfalls wurde der Kontakt schlagartig weniger und sie meldete sich nicht mehr. Nachdem wir ziemlich lang täglich fast Kontakt hatten und uns 2-3 x die Woche trafen, hat mich das schon getroffen.
Wieso ich daran festhielt war mir im Nachinein recht schnell klar. Fehlende soziale Anbindung hier vor Ort, ganz anders als im alten Berlin, führte bei mir natürlich dazu, dass ich bei Angeboten, etwas zu unternehmen, nicht großzügig "nein" sagte, sondern eher angenommen habe.
Nach einem halben Jahr meldete sie sich wieder. Meine Vermutung: Die Option oder Optionen, die sie zwischenzeitlich hatte, waren weg. Da kam ich wieder nach oben in ihrer Tabelle. So rechte Lust hatte ich nicht, das noch mal aufzuwärmen, andererseits hatte ich Zeit, um mal wieder was zu unternehmen und abwechslungsreich war es auch, wenn auch nicht nachhaltig, da ich ihr Verhalten ja inzwischen etwas einschätzen konnte. Hinterher ärgerte ich mich trotz des schönen Abends, weil ich merkte, das ich hier in etwas ganz andere Hoffnungen stecke, als die Gegenseite das wohl tut. Und dann dachte ich mir: In Berlin wäre mir das nie passiert. Das Angebot an Menschen, an Frauen war dort so hoch, dass an bei unzuverlässigem Verhalten sofort auf Wiedersehen gesagt hätte. Hier aber ist das anders.
Ein weiteres halbes Jahr verging, wo man nur sporadisch von einander hörte und sie wurde wieder aktiver mich zu fragen, ob wir etwas unternehmen. Das war jetzt gestern am Freitag. Ich ließ mir das erst mal offen, muss aber auch sagen, dass ich diese Spielchen, irgendwie sehe ich sie mittlerweile so .... oder sehe ich das zu streng? Ich weiß es nicht.....jedenfalls würde ich sie gern beenden und ärgere mich etwas, das nicht früher getan zu haben.
In einem anderen Fall, eine Arbeitskollegin, die mich erstmals im Mai fragte, ob wir gemeinsam mal was unternehmen wollen. Meine Kollegin fragt ständig an, aber immer nur spontan, was bei mir schwierig ist, da ich meistens etwas vor habe oder einen Plan fürs Wochenende habe. Auch hier kam immer mal spontan ein Angebot, etwas zu unternehmen, aber oft auch so spontan, dass man das Gefühl hat, nur Lückenfüller zu sein. Auch hier ads Gleiche: Riegel vorschieben oder nicht.
Vielleicht bin ich zu pingelig und zu sehr verwöhnt aus der Großstadt, vielleicht ist es auch ein Fehler, zu schnell abzusagen und daher bitte ich mal im Forum um den ein oder anderen Hinweis. Die Auswahl an überhaupt sozialen Kontakte hier auf dem Land ist echt überschaubar. Also wirklich wählerisch sein darf man hier nicht. Da sich zu Beginn wenig getan hatte, was das angeht, habe ich mir Anfang diesen Jahres vorgenommen, "alle Möglichkeiten etwas zu unternehmen mit zu gehen, wenn nichts anderes ansteht". Aber inzwischen weiß ich nicht, gerade in diesen beiden Beispiel schwebt bei mir immer der Gedanke des Lückenfüllers mit oder bin ich einfach zu empfindlich?
Ich (40) bin vor knapp 2 Jahren von Berlin wieder zurück aufs Land nach Sachsen gezogen und habe mein Elternhaus übernommen. Ich habe hier einen neuen Job gefunden, wollte sowieso aus Berlin raus, meine Ex Freundin, mit der ich 4 Jahre zusammen war, und ich, haben uns klassisch auseinander gelebt. Sie ist inzwischen neu vergeben, wir haben uns im Guten getrennt.
Zurück in die Heimat, .... ich habe hier einige Familienmitglieder, weshalb ich auch her gezogen bin. Soziale Kontakte neu aufbauen ist schwer, es leben kaum noch Leute in meinem Alter hier, das war mir natürlich klar. Dass es so hart wird, eher nicht. Die nächst größere Stadt ist mit dem Auto 40min entfernt. Und man fährt eher nicht, wenn man nicht muss, über Land- und Kreisstraßen dort hin.
Die Leute hier sind sehr viel verschlossener als in Berlin, auch damit hab ich gerechnet. Aber auch hier: Gewöhnungsbedürftig. Ich habe auf einem Dorffest letztes Jahr hier eine ehemalige Schulkameradin wieder erkannt, sie mich nicht. Nach einigen zufälligen Begegnungen beim Einkaufen und auch im Dorf ist sie etwas aufgetaut, hatten im Juli 2023 damals Nummern getauscht und ein paar Mal was unternommen. Sie gefiel mir, ich hätte mir mehr vorstellen können. Sie war anfangs sehr interessiert, entwickelte sich aber dann irgendwie sehr unverbindlich, wirkte dann auch distanziert, trotz Komplimenten ihrerseits und ständig neuen Vorschlägen, etwas gemeinsam zu machen, was mir etwas schwer viel zu deuten. Irgendwann merkte ich, dass sie vermutlich mehrere Eisen im Feuer hat und auch einen größeren "Kreis von männlichen Freunden und Kumpels, die sie so um sich zu scharen pflegte". Jedenfalls wurde der Kontakt schlagartig weniger und sie meldete sich nicht mehr. Nachdem wir ziemlich lang täglich fast Kontakt hatten und uns 2-3 x die Woche trafen, hat mich das schon getroffen.
Wieso ich daran festhielt war mir im Nachinein recht schnell klar. Fehlende soziale Anbindung hier vor Ort, ganz anders als im alten Berlin, führte bei mir natürlich dazu, dass ich bei Angeboten, etwas zu unternehmen, nicht großzügig "nein" sagte, sondern eher angenommen habe.
Nach einem halben Jahr meldete sie sich wieder. Meine Vermutung: Die Option oder Optionen, die sie zwischenzeitlich hatte, waren weg. Da kam ich wieder nach oben in ihrer Tabelle. So rechte Lust hatte ich nicht, das noch mal aufzuwärmen, andererseits hatte ich Zeit, um mal wieder was zu unternehmen und abwechslungsreich war es auch, wenn auch nicht nachhaltig, da ich ihr Verhalten ja inzwischen etwas einschätzen konnte. Hinterher ärgerte ich mich trotz des schönen Abends, weil ich merkte, das ich hier in etwas ganz andere Hoffnungen stecke, als die Gegenseite das wohl tut. Und dann dachte ich mir: In Berlin wäre mir das nie passiert. Das Angebot an Menschen, an Frauen war dort so hoch, dass an bei unzuverlässigem Verhalten sofort auf Wiedersehen gesagt hätte. Hier aber ist das anders.
Ein weiteres halbes Jahr verging, wo man nur sporadisch von einander hörte und sie wurde wieder aktiver mich zu fragen, ob wir etwas unternehmen. Das war jetzt gestern am Freitag. Ich ließ mir das erst mal offen, muss aber auch sagen, dass ich diese Spielchen, irgendwie sehe ich sie mittlerweile so .... oder sehe ich das zu streng? Ich weiß es nicht.....jedenfalls würde ich sie gern beenden und ärgere mich etwas, das nicht früher getan zu haben.
In einem anderen Fall, eine Arbeitskollegin, die mich erstmals im Mai fragte, ob wir gemeinsam mal was unternehmen wollen. Meine Kollegin fragt ständig an, aber immer nur spontan, was bei mir schwierig ist, da ich meistens etwas vor habe oder einen Plan fürs Wochenende habe. Auch hier kam immer mal spontan ein Angebot, etwas zu unternehmen, aber oft auch so spontan, dass man das Gefühl hat, nur Lückenfüller zu sein. Auch hier ads Gleiche: Riegel vorschieben oder nicht.
Vielleicht bin ich zu pingelig und zu sehr verwöhnt aus der Großstadt, vielleicht ist es auch ein Fehler, zu schnell abzusagen und daher bitte ich mal im Forum um den ein oder anderen Hinweis. Die Auswahl an überhaupt sozialen Kontakte hier auf dem Land ist echt überschaubar. Also wirklich wählerisch sein darf man hier nicht. Da sich zu Beginn wenig getan hatte, was das angeht, habe ich mir Anfang diesen Jahres vorgenommen, "alle Möglichkeiten etwas zu unternehmen mit zu gehen, wenn nichts anderes ansteht". Aber inzwischen weiß ich nicht, gerade in diesen beiden Beispiel schwebt bei mir immer der Gedanke des Lückenfüllers mit oder bin ich einfach zu empfindlich?