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Wie kann man die richtige Lehrstelle finden? Eure Erfahrungen und Tipps

Pfefferminzdrops

Aktives Mitglied
Es kommt immer auch ein wenig - oder sogar ziemlich - darauf an, wo der Jugendliche selbst steht.
Gibt es schon eindeutige Interessengebiete ? Passt auch die körperliche Entwicklung dazu ? Hat jemand "nur Daumen" , dann ist ein handwerklicher Beruf nicht unbedingt zu empfehlen.

Im Arbeitsamt bekommt man Auskunft, wie man sich bei der Berufsberatung anmeldet. Die Messen wurden schon erwähnt. Oft bieten auch die Verbände wie bspw die DEHOGA Informationen und Praktika. Grosse Unternehmen bieten Schnuppertage - auch die homepages bieten eine Darstellung von Möglichkeiten.
Auch Gespräche mit Bekannten, die in einem gewünschten Bereich arbeiten bieten Orientierung. Die Universitäten bieten Veranstaltungen und stellen Studiengänge vor. Das habe ich bspw genutzt. Meist war das abends, ich bin da immer mit meinem Papa hin.
Man kann Berufsbilder googeln, die Handwerkskammern bieten auch oft Möglichkeiten.
Hier möchte ich gerne noch ergänzen und den Girls' Day einbringen. Hätte ich beinahe vergessen. Das ist ein wirklich geniales Angebot für Mädchen zur beruflichen Orientierung. Der einmal pro Jahr angebotene Aktionstag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) findet übrigens wieder am 25.04.2024 statt. Interessentinnen können sich noch anmelden. Sämtliche Infos dazu findet man hier: https://www.girls-day.de/ueber-den-girls-day/was-ist-der-girls-day2/deutsch

Infos zum Pendant für die Jungs gibt es mit dem Boys' Day hier: https://www.boys-day.de/
 

bumblebees

Mitglied
Wie sollten Jugendliche denn auf die Idee kommen Mechatroniker, Anlagenmechaniker oder Industrietechnologe zu werden - damit hat man ja Null kontakt. Stattdessen entscheiden sich dann alle für eine Lehre als KFZ Mechaniker, Einzelhandelskaufmann oder Elektriker. Dasselbe sieht man ja auch bei den Studien.
Ich glaube auch, dass das ein Problem ist oder zumindest sein kann. Vor allem, wenn man in seinem Umfeld hauptsächlich klassische Berufe kennt, ist es echt schwierig, auf etwas "exotischeres" zu kommen. Und wenn man dann beginnt, sich im Internet oder auf Messen oder so zu informieren, kann es zuerst auch überfordernd sein. Wenn man dann sieht, wie viele Möglichkeiten es eigentlich gäbe, die man zuvor garnicht auf dem Schirm hatte. Selbst wenn man sich dann auf eine Spate festlegt, muss man sich innerhalb des Berufsfeldes dann erst recht nochmal orientieren, wie zum Beispiel bei der Mechatronik jetzt. Ist ja was ganz anderes, ob man jetzt im Fahrzeug oder Medizin Bereich ist, zum Beispiel.

Es kommt immer auch ein wenig - oder sogar ziemlich - darauf an, wo der Jugendliche selbst steht.
Gibt es schon eindeutige Interessengebiete ? Passt auch die körperliche Entwicklung dazu ? Hat jemand "nur Daumen" , dann ist ein handwerklicher Beruf nicht unbedingt zu empfehlen.
Das sollte natürlich der erste Schritt sein. Vielleicht auch das enge Umfeld befragen, falls man sich nicht so sicher ist, wo die Stärken eigentlich liegen. Da hat man auch manchmal ein falsches Bild von sich, glaube ich.
 

EmmaB

Aktives Mitglied
Gibt es schon eindeutige Interessengebiete ? Passt auch die körperliche Entwicklung dazu ? Hat jemand "nur Daumen" , dann ist ein handwerklicher Beruf nicht unbedingt zu empfehlen.
Ja die gibt es schon, Nachhaltigkeit und Umweltschutz stehen da ganz oben. Denke in dem Bereich kann es schon viele Bereiche geben. Ist ja im Grunde überall wichtig und die Unternehmen machen in diese Richtung viel. Technische Begabung gibts dazu schon oder zumindest ist das Interesse da. Er hat da seinen eigenen kleinen PC (PI?) gebaut und damit wird viel im Haus gesteuert. Da kenne ich mich aber zu wenig aus:)
Naja körperlich, in dem Alter können noch wenige Jugendliche mal so einfach 100kg schleppen. Das müsste jetzt nichts sein. Aber ist jetzt auch kein Zniachtl.

Wenn man dann sieht, wie viele Möglichkeiten es eigentlich gäbe, die man zuvor garnicht auf dem Schirm hatte.
Ja genau das denke ich mir auch. Sicher kommt man mit dem ein oder anderen Beruf in Kontakt aber was dann alles dazugehört, sieht man ja nicht. Da kann dann ein Interesse auch schnell wieder schwinden.
noch dazu kommen dann ja die verschiedenen Wege zur Ausbildung. Da gibts dann ja nochmal Unterschiede. Genau deshalb finde ich es ja so kompliziert. Natürlich kann man es sich auch einfach machen, daher verstehe ich auch die Kommentare, die sagen so schwer wäre es nicht. Nur wenn man eben nicht einen Bekannten in einem Unternehmen hat und die dazu passende Berufsschule ums Eck, dann braucht man halt auch mal etwas länger um das entscheiden zu können.
 

bumblebees

Mitglied
Eine gewisse technische Begabung und Affinität ist ja schonmal ein guter Grundstein. Darauf fußen viele spannende Bereiche und Berufe, die auch zukunftsträchtig und sicher sind. Also das halte ich erstmal für eine gute Basis.

ich halte das auch für eine schwierige Entscheidung, die man. nicht unterschätzen sollte. Ist immerhin eine der ersten richtig großen Entscheidungen im Leben von Jugendlichen, die schon zu einem gewissen Teil die Zukunft bestimmen kann / wird.

Habt ihr euch schonmal mit der Mechatronik befasst? Kenne mich da selbst nur eher oberflächlich aus, habe aber einige Mechatroniker in meinem Umfeld. Die sind in verschiedenen Bereichen, der eine ist KFZ-Mechatroniker, noch einer irgendwie im Medizin-Bereich, weiß aber leider nicht genau was der da konkret macht. Das wäre eine Mischung aus Technik und elektronischen Sachen, das könnte vielleicht was sein :)
 

EmmaB

Aktives Mitglied
Ich denke ganz am Anfang steht da sogar noch ein generelles Interesse für einen Beruf oder zumindest für ein Gebiet. Dann kann man mal schauen ob man da ein Talent mitbringt oder was es da eben für Berufswege gibt. Brauch ich da mein Talent oder braucht man es nicht (zumindest nicht auf den ersten Blick). Wenn ich jetzt eine technische Begabung mitbringe, aber im sozialen Beriech arbeiten möchte, dann lässt sich da sicher auch etwas finden. Selbst wenn man jetzt weniger Talent mitbringt, kann man auch etwas dafür tun - da muss man dann aber schon echtes Interesse mitbringen sonst lässt man es wohl auch schnell wieder.

ja zumindest eine, bei dem man auch auf den Jugendlichen hören sollte und ihn unterstützen sollte. Davor würde ich jetzt nur die Entscheidung auf welche Schule man geht, in diese Kategorie zählen. Und mit 10 Jahren ist das dann doch noch eher eine Entscheidung der Eltern bzw. geben es die Leistungen in der Schule vor.

Also näher befasst nicht wirklich, nur eben grob überflogen weil es im Gespräch war. Da musste ich auch bei vielen Berufen erst mal nachlesen, was man da eigentlich genau macht. Da geht es also nicht nur Jugendlichen so. Darum finde ich es ja eigentlich so schwer - da soll man einen Beruf wählen und kennt nur ein Viertel aller Berufe. Und von dem Viertel hat man bei der Hälfte ganz falsche Vorstellungen was eigentlich der Beruf ist.
 

bumblebees

Mitglied
Ja, da hast du recht. Talente kann man ja auch in anderen Bereichen ausleben, Hobbys zum Beispiel oder kleine Nebenverdienste. Ich male auch gerne und kann auch recht gut Zeichnen, würde aber nie Künstlerin werden wollen. Und andersrum kann man sich eben richtig reinhängen, wenn man kein Talent mitbringt aber das gerne arbeiten möchte, da hast du absolut recht. Ich glaube es wollen sogar einige gar nicht ihre Hobbys / Talente zum Beruf machen, damit sie eben auch Hobbys bleiben können und wirklich Spaß machen ohne Druck dahinter. Ist bei mir mit dem Malen / Zeichnen dasselbe eigentlich...

Das stimmt, aber Schule geht auch schneller vorbei als das Berufsleben :D Da hat man dann bestenfalls schon ein bisschen Einblick in die Interessen und Vorstellungen. Ich glaube jedenfalls, dass jeder das richtige für sich finden kann, auch wenn manche vielleicht ein paar Extrarunden drehen müssen, bis sie wirklich zufrieden sind. Kenn auch Leute, die gerne alle paar Jahre was neues ausprobieren, damit ihnen nicht langweilig wird. Auch das finde ich gut und irgendwie bewundernswert.

Du könntest mal im Internet nachschauen, da gibt es wirklich gute Info-Seiten zu verschiedenen Berufen und auch zur Mechatronik, natürlich. Da gibts dann jede Menge Videos, auch auf YouTube. Vielleicht findest du auch Inhalte / Berichte von anderen jungen Leuten oder Lehrlingen, das sind ja die spannenden Eindrücke für Jugendliche. Also wie es anderen Altersgenossen so gefällt, was die für Pro und Contras sehen :)
 

EmmaB

Aktives Mitglied
Wenn man schon ein Talent für etwas hat, dann kann man das ja auch ruhig weiterverfolgen. Stimmt schon, es muss jetzt nicht immer gleich ein Beruf sein aber man wird sich ja auch rund um das Talent um den Bereich interessieren. Also wenn man gerne malt, wird einem wahrscheinlich Kunst interessieren. In dem Bereich gibt es dann auch Berufe, für die man nicht malen muss können. So eng sehe ich es jetzt nicht, dass für jedes Talent man nur einen Job findet.

Rückblickend finde ich es nur schade, da hätte ich mir schon viel mehr "Unterstützung" erhofft. Mit Unterstützung meine ich, Infos über alle möglichen Jobs und Studienrichtungen. Eventuell auch noch die verschiedenen Wege, wie man dann dorthin kommen kann. Ich bin zwar nicht unzufrieden, hätte mir aber einiges sparen können. Jetzt kann man sagen, ist nicht schlimm wenn man da ein bisschen Zeit verliert, sehe ich auch so. Aber die Wirtschaft jammert ja wegen Facharbeitern. Und wenn die mal 3 oder 5 Jahre etwas anders machen, bis sie den richtigen Weg gefunden haben, vergeht zu viel Zeit. Das kann man sich vielleicht als Person leisten aber gesamt gesehen geht hier viel verloren. Da könnte man schon auch andenken, etwas zu ändern.

Ja natürlich findet man heutzutage viel in den Sozialen Medien und bei Youtube. Vielleicht immer etwas aufgehübscht damit man es mag. Einen Richtigen Einblick bekommt man dann aber trotzdem erst bei einem Praktikum. Aber es kann schon helfen die ungefähre Richtung auszuwählen.
 

bumblebees

Mitglied
Das stimmt natürlich auch, da hast du recht. Wenn ich mich für Kunst interessiere und gerne male, könnte ich ja auch in einem Museum oder so arbeiten, so meinst du das, oder? Da hast du recht. Ich bin aber eigentlich ganz froh, wenn meine Hobbys einfach nur zur Unterhaltung dienen und da kein Druck oder Berufs-Stress reingemischt wird. Aber da unterscheiden sich die Menschen sicher ziemlich stark, finde es auch ganz toll, wenn manche Leute ihre Hobbys zum Beruf machen und ihre Kreativität dann von ausleben können. Hat natürlich auch was und so entsteht richtige Kunst :)

Ja mehr Information wäre super, das würde das Leben ja für alle erleichtern. Für Arbeitnehmer und für Arbeitgeber. Es profitieren ja letztlich alle davon, wenn man den richtigen Beruf für sich findet und seinen Job gerne macht. Soweit ich das mitbekomme gibt es an Schulen schon mehr Berufsbildung und -information als früher noch, aber auch da kann man natürlich nicht alle Richtungen und Berufsfelder abdecken, sondern nur die Klassiker, für die sich viele interessieren könnten. Auch davon profitiert letztlich jeder.

Praktika sind natürlich die beste Form um mal wo reinzuschnuppern, aber wenn man wirklich noch gar keinen Plan hat, in welche Richtung man gehen sollte, wird auch das schwer. Man kann ja nicht mal eben so 25 Praktika machen und sich dann das richtige aussuchen :D am besten zuvor ein bisschen filtern, eben mithilfe des Internets oder anderen Angeboten zur Information und dann die eingegrenzten Felder am besten praktisch ausprobieren. Das wäre das beste :) Vielleicht kann man ja auch mal wo für ein paar Tage in den Ferien reinschnuppern, ohne gleich ein mehrwöchiges Praktikum zu machen. Könnte auch schon helfen, um ein bisschen zu filtern und auszusortieren :)
 

GrayBear

Aktives Mitglied
Meine Tochter hat schon Jahre vor ihrem Schulabschluss diverse Praktika gemacht, weil das von der Schule gefördert wurde. Die Schule selbst war für sie meistens ein Horrorladen, aber sie hatte dann zwei Jahre das Glück in eine Klasse zu kommen, in der es mit den Lehrern UND Schülern geklappt hat. Davor und danach war das ein Desaster an fachlichem und menschlichem Versagen bei Lehrern und Schülern. Ja, sie hatte die Lehrer und Schüler satt, bis auf wenige Ausnahmen.

Bei ihrer Berufswahl war der Frustrationsfaktor sehr hoch, denn wenn auf eine Stelle über 200 Bewerbungen kommen, dann kannst Du im Grunde nur noch alles falsch machen. Zumindest entsteht der Eindruck bei den Jugendlichen: Du bist zu spät, nicht gut genug, hast nicht die richtigen Eltern und hast noch keine 10 Jahre Berufserfahrung. Also wie denn überhaupt? Daran haben mehrere Berufsmessen, Veranstaltungen und auch das Job-Center nichts geändert. Alleine schon die vielen Absagen zu verdauen, war nicht einfach und tatsächlich half die Masse, bis sie es "gewohnt" wurde.

Schlussendlich hat sie die Listen der vielen Ausbildungsberufe und Studien immer wieder "durchgeackert", sich eingelesen und informiert und kam mit Berufen an, von denen ich noch nie etwas gehört hatte. Ein solcher ist es nun auch nach einem FSJ geworden. Im August geht es richtig los. Das FSJ hat ihrem Selbstbewusstsein geholfen, denn ihre Ideen und die Ergebnisse kamen zum Einsatz. Aber es gab und gibt viel "Leerlauf", viel "Menscheleien" und den immer wieder krassen Gegensatz zwischen den Aussagen der Jobbeschreibungen und der Realität. Aber ist es nicht genau das, was einem die Realität näher bringt?

Sie hat neue Leute kennen gelernt und musste akzeptieren, dass auch "im richtigen Leben" nun nicht alles besser wird, nur anders.

Aus meiner Sicht waren fünf Dinge wichtig:
- die Frustration helfen aufzufangen
- Seinem Kind vertrauen, dass es das schon machen wird, auch wenn es chaotisch sein mag
- Immer wieder diese Liste der Berufe und Studiengänge durchlesen und nachhaken
- so viele Bewerbungen zu schreiben wie möglich (Ja, das erhöht den Druck auf alle, aber sonst kommt man an nichts ran, wenn man seine Beziehungen nicht nutzt)
- Alles besuchen, anschauen und durchdenken, auch wenn es nervt

Ich bin froh über jeden Jugendlichen, die/der diesen Prozess mit einem Ergebnis durchlaufen hat, mit dem sie/er leben kann und will. Was man später damit anfängt, steht ja auf einem ganz anderen Blatt. Zukunftsplanung erscheint mir heute mehr denn je ein Widerspruch in sich zu sein, weil es zwar viele Chancen gibt, aber auch viel Konkurrenz. "Nicht aufgeben" war und ist das Wichtigste.
 
Zuletzt bearbeitet:

EmmaB

Aktives Mitglied
Das stimmt natürlich auch, da hast du recht. Wenn ich mich für Kunst interessiere und gerne male, könnte ich ja auch in einem Museum oder so arbeiten, so meinst du das, oder?
Ja oder eventuell etwas mehr für die Jugend geeignet heutzutage: Produktdesigner, Mediengestalter, Grafiker, ....
Malen kann man dann ja immer noch als Hobby, arbeitet tut man dann in einem kreativen beriech wo man dann auch mal selbst etwas einbringen könnte.

Soweit ich das mitbekomme gibt es an Schulen schon mehr Berufsbildung und -information als früher noch, aber auch da kann man natürlich nicht alle Richtungen und Berufsfelder abdecken, sondern nur die Klassiker, für die sich viele interessieren könnten. Auch davon profitiert letztlich jeder.
Naja das ist dann eben der Ausschnitt, den dann die meisten folgen. Ich verstehe schon, als Schule kann man nicht alles zeigen, aber dann muss ich eben auch die Eltern in die Pflicht nehmen. Da müsste man ja schon früher sehen wo die Interessen des eigenen Kindes liegen, wo ein Talent besteht und wo sich das Kind vorstellen könnte später mal zu arbeiten. Das muss man ja nur mal eingrenzen. Dann brauch ich später eben nicht mehr 25 Praktika in 25 verschiedenen Bereichen, sondern ich brauche nur mehr 5 in verschiedenen Berufen desselben Bereiches.

Praktika sind natürlich die beste Form um mal wo reinzuschnuppern, aber wenn man wirklich noch gar keinen Plan hat, in welche Richtung man gehen sollte, wird auch das schwer.
Gar keinen Plan zu haben - so weit dürfte es eben gar nicht kommen. Da ist dann etwas falsch gelaufen. Zumindest eingrenzen müsste ich die Sache ja können. Man muss sich natürlich als Jugendlicher auch trauen seine Wünsche zu äußern. Wenn da dem Jugendlichen schon früh vermittelt wird, du übernimmst den Familienbetrieb oder du machst dasselbe wie Vater/Mutter, na dann wird das Kind auch schwer sagen können, Nein, ich mach stattdessen eine Ausbildung zu XY oder ich studiere lieber XY.

Bei ihrer Berufswahl war der Frustrationsfaktor sehr hoch, denn wenn auf eine Stelle über 200 Bewerbungen kommen, dann kannst Du im Grunde nur noch alles falsch machen. Zumindest entsteht der Eindruck bei den Jugendlichen: Du bist zu spät, nicht gut genug, hast nicht die richtigen Eltern und hast noch keine 10 Jahre Berufserfahrung. Also wie denn überhaupt? Daran haben mehrere Berufsmessen, Veranstaltungen und auch das Job-Center nichts geändert. Alleine schon die vielen Absagen zu verdauen, war nicht einfach und tatsächlich half die Masse, bis sie es "gewohnt" wurde.
Ich denke da sind Jugendliche oder generell Arbeitnehmer in einer besseren Situation wie noch vor einigen Jahren. Welche Branche sucht denn nicht nach fähigen Arbeitern? Das hat sich schon sehr geändert und als Arbeitnehmer ist man jetzt kein Bittsteller mehr.
Die 200 Bewerbungen für einen Job glaube ich dir sofort - nur wie kommen die denn zustande? Weil eben diese 200 Personen nur diesen Job kennen. Da würden sich dann bestimmt auch andere Bereiche anbieten, für die sie auch in Frage kommen. Aber diese Jobs kennt dann keiner. Da würde es ja helfen, mehrere Bereiche in den Fokus zu stellen. Dann konzentriert sich nicht mehr alles auf 5 Berufe.
 

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