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Lieber keine als die falschen Freunde?

feenwald

Neues Mitglied
Wenn ich ehrlich bin hatte ich noch nie Glück mit mit Freundschaften. Morgen steht mein Geburtstag bevor und ich werde mich wieder extrem einsam fühlen, weil mir außer meinen Eltern, meinem Partner und seiner Familie niemand gratulieren wird. Würde es nie zugeben, aber es verletzt mich.

Am Schlimmsten war die Schulzeit, ich hatte nie wirklich viele Freunde und auch kein Interesse daran, es zu ändern. Als Einzelkind wusste ich mich zu beschäftigen und konnte stundenlang spielen und meinen Hobbys nachgehen. Dann kamen irgendwann die ersten "richtigen" Hobbys wie Reiten dazu. Auch dort interessierten mich mehr die Tiere als die anderen Kinder.

Als ich auf die weiterführende Schule kam, waren mir Freundschaften plötzlich wichtig. Doch meine angeblich beste Freundin beklaute mich und stellte sich gegen mich. Dann kam ein anderes Mädchen hinzu, die später häufig dem Unterricht fernblieb. Sie verbreitete Lügen über mich und ich wurde zur Außenseiterin. Musste täglich Mobbing über mich ergehen lassen und schaffte es trotzdem als eine der Besten in der Klasse den Abschluss zu machen. Mir ist es wichtig dies zu erwähnen, weil ich mich trotz allem nie unterkriegen lasse.

In meiner Ausbildung konnte ich mich mit niemanden wirklich identifizieren, obwohl ich mit den Kolleginnen und Kollegen sehr gut klar kam. Ich führte auch viele private Gespräche.

In dieser Zeit suchte ich über lokale Gruppen und Soziale Medien nach Freunden. Ich fand auch schnell Anschluss, nur war es immer sehr einseitig. Ein paar gute Freunde zogen bald darauf weg und der Kontakt verlief sich wieder.

Interessentechnisch passte es auch oft nicht. Ich bin ein sehr kreativer und reiselustiger Mensch, der offen für Neues ist. Jedes Wochenende trinken, feiern oder in einem Café sitzen, bereitet mir keine Freude.

Leider laufen Freundschaften immer nach folgenden Muster ab. Ich lerne nette Leute kennen und man ist sich auf Anhieb sympathisch und plant Unternehmungen. Dann setzt einer der folgenden Fälle ein a) Ich bin immer Diejenige, die sich meldet und alles organisiert oder b) ich werde mit Ausreden vertröstet, warum etwas nicht klappt. Wenn ich dann um Ehrlichkeit bitte, passiert nichts. Leute, die nie Zeit haben entferne ich schnell wieder aus meinem Umfeld. Ich muss dazu sagen, dass ich auch selbst wenig Zeit habe. Ein paar Treffen im Jahr finde ich völlig ausreichend. Aber reine Schreibfreundschaften brauche ich nicht.

Inzwischen habe ich keine Lust mehr auf das Theater mit Freundschaften. Ich werde 28 und hoffe, dass sich das Thema in ein paar Jahren durch Familienplanung ohnehin verändert. Im Laufe des Lebens verlieren Freundschaften zum Glück an Bedeutung. Vorerst habe ich meine vielen Hobbys, denen ich stets lieber nachgehe als Zeit in Freundschaften zu investieren.

Ich bin auch selbst Schuld, da ich insgeheim lieber Zeit mit meinem Partner, der Familie, unseren Haustieren und meinen Hobbys verbringe. Von denen werde ich nie enttäuscht.

Trotzdem fühle ich mich einsam und habe Angst, dass ich eines Tages alleine da stehe, wenn die Beziehung doch nicht hält und die Eltern mal nicht mehr sind. Ich hätte wirklich gerne eine handvoll guter Freunde, aber aufgrund der negativen Erfahrungen möchte ich mich auf niemanden mehr einlassen.
Kennt ihr dieses Gefühl?
 

Wennderwindweht

Neues Mitglied
Hallo Du liebe Fee,
ich kenne so ähnliche Dinge nur zu gut. Dieses Gefühl, dass man in sich trägt weiß ich mit Worten nicht zu Beschreiben. Aber ich will Dir eines sagen, und dass weiß ich ganz sicher: Du bist ein wunderbarer Mensch. Auch wenn Du gerade vielleicht ein verwunderter Mensch bist, ich spüre es zwischen Deinen Zeilen.
Wichtig ist es, das Wunderbare anzuerkennen. Und das andere nicht zu bewerten. Man wird abgelehnt, weil andere unsicher sind. Deshalb schieben sie Dinge vor, Ausreden und ähnliches. Mach keinen Druck, mach Dein Ding.
Und beginne damit, Dich selbst anzuerkennen. Das Positive, das Leuchten in Dir. Schließe Freundschaft mit Dir. Und Du wirst sehn, es wird sich alles ändern, denn Du beginnst von innen zu leuchten. Und dass zieht echte Freunde an.
Und vielleiht wirst Du dann ein verwunderter Mensch, weil alles so anders wird. Weil alles gut wird. Und auch dass was bleibt, darf "gut" heißen.
Licht und Liebe
Wennderwindweht
 

feenwald

Neues Mitglied
Naja, Du lebst so ein bisschen nach dem Motto "Wasch mich, aber mach mich nicht nass."
und das geht selten gut.
Du wirst Dich entscheiden müssen, ob Du auch mal auf die Vorlieben der anderen ernsthaft eingehst oder doch lieber die Zeit für Dich verbringen willst.
Naja, die Anderen melden sich nie von selbst und ich habe keine Lust immer die Initiative zu ergreifen. Ich bin durchaus in der Lage bei Freundschaften und auch sonst Kompromisse einzugehen, aber manchmal ist es nicht möglich. Trinke keinen Alkohol mehr und habe einen Freund für viele ist es ein Problem.
 

Binchy

Sehr aktives Mitglied
Hallo,

nein, dieses Gefühl kenne ich nicht, da ich immer Freunde hatte und die Freundschaften gepflegt habe bzw. mir auch aktiv neue Freundschaften gesucht habe.

Es klingt wirklich etwas so, als weißt Du nicht, was Du willst bzw. als wolltest Du zwar Freunde haben, aber nur mit Garantie, dass es auch klappt. Und da Du negative Erfahrungen hattest, bist Du nicht offen, es nochmals zu probieren.

Wenn Freundschaften nicht klappen, sind meistens beide daran beteiligt. Was könnte Dein Anteil daran gewesen sein? Warst Du zu bemüht am Anfang, hast Du zu sehr eine Freundschaft gewollt? Oder hast Du eher signalisiert, dass Du eigentlich sehr gut alleine zurecht kommst und nicht wirklich an tiefen Freundschaften interessiert bist?

Man kann ja über Freizeitapps wie Meet5, Spontacts, Wander-Community oder Ehrenamt etc. etc. Leute kennenlernen. Und natürlich über Hobbies. Aber dazu sollte man dann offen sein und nicht so negativ bzw. mit Altlasten beschwert an sie herangehen. Wenn Du Menschen kennenlernst mit dem hintergedanken, dass Freundschaften "Theater" sind und doch schiefgehen werden, wird das nichts werden.

Du könntest ja auch nach Gruppen gucken, wo es regelmäßige Treffen gibt: eine Spielegruppe, Kochgruppe etc. etc. Auch bei Nebenan.de kann man Leute kennenlernen.

Ich denke, dass Du Dir erstmal klar werden solltest, was Du willst und an Deiner Einstellung gegenüber Freundschaften etwas arbeiten solltest, denn es kann natürlich wirklich mal der Tag kommen, da Du Freunde brauchst und dann ist keiner da und dann hättest Du gerne jemanden.
 
G

Gelöscht 132038

Gast
Wenn ich ehrlich bin hatte ich noch nie Glück mit mit Freundschaften. Morgen steht mein Geburtstag bevor und ich werde mich wieder extrem einsam fühlen, weil mir außer meinen Eltern, meinem Partner und seiner Familie niemand gratulieren wird. Würde es nie zugeben, aber es verletzt mich.

Am Schlimmsten war die Schulzeit, ich hatte nie wirklich viele Freunde und auch kein Interesse daran, es zu ändern. Als Einzelkind wusste ich mich zu beschäftigen und konnte stundenlang spielen und meinen Hobbys nachgehen. Dann kamen irgendwann die ersten "richtigen" Hobbys wie Reiten dazu. Auch dort interessierten mich mehr die Tiere als die anderen Kinder.

Als ich auf die weiterführende Schule kam, waren mir Freundschaften plötzlich wichtig. Doch meine angeblich beste Freundin beklaute mich und stellte sich gegen mich. Dann kam ein anderes Mädchen hinzu, die später häufig dem Unterricht fernblieb. Sie verbreitete Lügen über mich und ich wurde zur Außenseiterin. Musste täglich Mobbing über mich ergehen lassen und schaffte es trotzdem als eine der Besten in der Klasse den Abschluss zu machen. Mir ist es wichtig dies zu erwähnen, weil ich mich trotz allem nie unterkriegen lasse.

In meiner Ausbildung konnte ich mich mit niemanden wirklich identifizieren, obwohl ich mit den Kolleginnen und Kollegen sehr gut klar kam. Ich führte auch viele private Gespräche.

In dieser Zeit suchte ich über lokale Gruppen und Soziale Medien nach Freunden. Ich fand auch schnell Anschluss, nur war es immer sehr einseitig. Ein paar gute Freunde zogen bald darauf weg und der Kontakt verlief sich wieder.

Interessentechnisch passte es auch oft nicht. Ich bin ein sehr kreativer und reiselustiger Mensch, der offen für Neues ist. Jedes Wochenende trinken, feiern oder in einem Café sitzen, bereitet mir keine Freude.

Leider laufen Freundschaften immer nach folgenden Muster ab. Ich lerne nette Leute kennen und man ist sich auf Anhieb sympathisch und plant Unternehmungen. Dann setzt einer der folgenden Fälle ein a) Ich bin immer Diejenige, die sich meldet und alles organisiert oder b) ich werde mit Ausreden vertröstet, warum etwas nicht klappt. Wenn ich dann um Ehrlichkeit bitte, passiert nichts. Leute, die nie Zeit haben entferne ich schnell wieder aus meinem Umfeld. Ich muss dazu sagen, dass ich auch selbst wenig Zeit habe. Ein paar Treffen im Jahr finde ich völlig ausreichend. Aber reine Schreibfreundschaften brauche ich nicht.

Inzwischen habe ich keine Lust mehr auf das Theater mit Freundschaften. Ich werde 28 und hoffe, dass sich das Thema in ein paar Jahren durch Familienplanung ohnehin verändert. Im Laufe des Lebens verlieren Freundschaften zum Glück an Bedeutung. Vorerst habe ich meine vielen Hobbys, denen ich stets lieber nachgehe als Zeit in Freundschaften zu investieren.

Ich bin auch selbst Schuld, da ich insgeheim lieber Zeit mit meinem Partner, der Familie, unseren Haustieren und meinen Hobbys verbringe. Von denen werde ich nie enttäuscht.

Trotzdem fühle ich mich einsam und habe Angst, dass ich eines Tages alleine da stehe, wenn die Beziehung doch nicht hält und die Eltern mal nicht mehr sind. Ich hätte wirklich gerne eine handvoll guter Freunde, aber aufgrund der negativen Erfahrungen möchte ich mich auf niemanden mehr einlassen.
Kennt ihr dieses Gefühl?

Kann es sein, dass Du ein "schüchterner" Mensch bist?
 

Joly

Aktives Mitglied
Leider laufen Freundschaften immer nach folgenden Muster ab. Ich lerne nette Leute kennen und man ist sich auf Anhieb sympathisch und plant Unternehmungen. Dann setzt einer der folgenden Fälle ein oder
a) Ich bin immer Diejenige, die sich meldet und alles organisiert
Was stört dich denn daran, wenn du der aktive Part bei gemeinsamen Organisationen bist?
Entweder willst du dass ihr zusammen kommt oder nicht. Dafür muss man auch etwas tun!
Die andere Seite könnte doch dann genauso argumentieren, dass sie immer nur alles organisieren.
Sorry, aber deine Argumentation liest sich wie eine Ausrede.

b) ich werde mit Ausreden vertröstet, warum etwas nicht klappt.
Wie kommst du auf Ausreden? Hast du es überprüft?
Ich finde, du kommst schon im Vorfeld mit Unterstellungen daher.
So geht man nicht mit Freundschaften um.
Das spüren Menschen und deshalb erteilen sie dir lieber vorher schon Absagen, anstatt sich mit Unterstellungen konfrontieren zu müssen.

Trotzdem fühle ich mich einsam und habe Angst, dass ich eines Tages alleine da stehe, wenn die Beziehung doch nicht hält und die Eltern mal nicht mehr sind. Ich hätte wirklich gerne eine handvoll guter Freunde, aber aufgrund der negativen Erfahrungen möchte ich mich auf niemanden mehr einlassen.
Es liegt alleine an dir, ob du für eine Freundschaft offen bist.
Es ist ein gegenseitiges geben und nehmen, das bringst du nicht für die notwendige Toleranz rüber, du bestehst nur auf deine eigene Vorstellung, deine eigene Einstellung spricht eher dagegen.
Und du hast dich doch schon längst dagegen entschieden.
 

Holunderzweig

Sehr aktives Mitglied
Man bräuchte eine genaue Definition, was jeder unter "mein Freund" versteht.

Liebe Feenwald, in einem Atemzug zählst du auf, wer dir alles gratuliert und sehr wohl gerne in deiner Nähe ist und zugleich behauptest du, niemand da, bin einsam... hab keine guten Freunde:cry:
 

kasiopaja

Urgestein
Naja, die Anderen melden sich nie von selbst und ich habe keine Lust immer die Initiative zu ergreifen. Ich bin durchaus in der Lage bei Freundschaften und auch sonst Kompromisse einzugehen, aber manchmal ist es nicht möglich. Trinke keinen Alkohol mehr und habe einen Freund für viele ist es ein Problem.
Wo ist das Problem, wenn Du keinen Alkohol trinkst?
Und wo ist das Problem mit dem Freund?
 

Holunderzweig

Sehr aktives Mitglied
Ich habe richtig gute Freunde, die ich aber seit Jahren nicht mehr gesehen habe, nicht mal mehr weiß, wo sie gerade wohnen. Würden sie auftauchen, es gäbe ein trautes Zusammensein, wie damals, bevor dieser vertraute und liebe Mensch "zu seiner Expedition" aufbrach.
Zu wirklichen Freunden zähle ich alle, die mit mir in liebevollem Austausch sind und waren- selbst dann, wenn man sich mal nicht sieht oder hört. Ein Mensch, den ich gern hab, mit dem ich mich verbunden fühle, ein solcher ist für mich ein Freund. Jemand, wo ich mich freu, wenn man sich sieht, wenn er plötzlich da steht, oder wir uns wieder begegnen.
Vor ein paar Tagen traf ich mich mit meinen beiden Mädels, vor dem Lokal kam zufällig Andrea vorbei, eine ehemalige Kollegin, wir flogen uns in die Arme und freuten uns sehr, zwanzig Jahre ists her, ach so schön war die Zeit. Würde Andrea keine Wohnung haben, ich würde sie hier einquartieren, würde sie mich brauchen, ich wäre da für sie. Solche Leute kenne ich mehrere, wo das ohne zu zögern so wäre- man wäre füreinander da.
 

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