Asteroid 2024 YR4: Risiko eines Einschlags auf der Erde steigt auf 3,1 Prozent - DER SPIEGEL
Was macht man wenn das Ding wirklich auf Kollisionskurs geht? Nein, man benutzt keine Atombomben wie in reißerischen Hollywood-Streifen. Im Weltall, außerhalb einer Lufthülle, und gegen massive Objekte sind Atombomben fürchterlich ineffizient, weil der größte Teil der Explosionsenergie nach allen Seiten wirkungslos verpufft.
Nein, man schickt ihm eine Sonde mit Zusatztriebwerk auf den Pelz, die dockt an und wirft dann das Triebwerk an, um den Asteroiden allmählich vom Kurs abzubringen. Bei den irrsinnigen Distanzen im All reicht schon eine Kursabweichung von wenigen Grad, um den Brocken an der Erde vorbeifliegen zu lassen - vorausgesetzt man erwischt ihn früh genug, denn wenn er sich schon in der Anziehungskraft der Erde befindet ist es zu spät, die ist immer stärker als ein kleines Raketentriebwerk.
Daher kann man den uralten Spruch der Seefahrt neu münzen: Raumfahrt tut not. Damit man anfliegende gefährliche Objekte schon früh genug entdeckt, wenn sie noch weit draußen sind und leicht abgefangen werden können. Rendezvous von Sonden mit Asteroiden hat es bereits gegeben, auf Dimorphos hat man eine draufknallen lassen um die Reaktion zu testen
Nach Dart-Einschlag auf Asteroid Dimorphos: Hubble entdeckt wegfliegende Felsen | MDR.DE , und von Bennu hat eine andere Proben zurück zur Erde gebracht
OSIRIS-REx bringt Gestein von Asteroid Bennu zur Erde | tagesschau.de , die Technologie ist also vorhanden und getestet.
Allerdings ist es ratsam, ein paar solcher Sonden bereits abschußbereit im Orbit auf Vorrat zu halten, denn manche Objekte kommen aus der relativen Sichtrichtung der Sonne und können daher erst wahrgenommen werden wenn sie schon ziemlich nah sind, dann könnte es zu spät sein noch eine Mission auf der Erde zusammenzustellen, denn das kostet mindestens Monate an Vorlaufzeit. Denn wie bereits beschrieben, Zeit ist dann kostbar, je früher man das Teil abfängt um so sicherer die Abwehr.