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Schule schiebt Eltern alles in die Schuhe

Pfefferminzdrops

Aktives Mitglied
Kinder suchen in der Schule nach Akzeptanz und Anerkennung und ich würde soweit gehen zu behaupten, dass sie sich nahezu alle ein Stückweit anders verhalten als sie das zu Hause tun. Schon der Ton in Unterhaltungen ist da ganz anders als zu Hause. Und da wird dein Sohn keine Ausnahme sein. Nicht wenige Jungs kehren den coolen Macker raus. Ich halte es nicht für abwegig, dass dein Sohn die Frage danach, was im Bauch passiert, wenn da ein Messer drin steckt nicht wie ein interessierter Wissenschftler formuliert hat, sondern womöglich sogar reißerisch.

Dass Lehrer dann aufhorchen ist absolut richtig; sie werden zur Aufmerksamkeit sensibilisiert und haben auch eine Verpflichtung, auf ihre Schützlinge aufzupassen. Es ist aber auch verständlich, dass du empört reagierst. Das eigene Kind angegriffen zu sehen lässt wohl kaum eine Mutter kalt - da kommt dann die Löwenmutter durch.

Deinem Sohn muss klar werden, dass er sich durch sein vielleicht witzig und cool gemeintes Verhalten ein Negativimage geschaffen hat, das er nicht weiter nähren sollte. Er schadet sich damit nur selber, da er in einer Schublade landet, die ihm zum Nachteil gereicht.

Ich würde vielleicht tatsächlich mal beim Psychiater mit ihm vorstellig werden und den Empfehlungen der Lehrer folgen. Das dient ja auch der eigenen Absicherung und letztlich kann der Arzt auch deinem Jungen ein Feedback geben, wie er sich vielleicht besser gegenüber anderen behauptet, ohne verhaltensauffällig zu werden. Dritte erreichen ein Kind da womöglich eher als du als Mutter, bei deren Worten er wahrscheinlich nicht selten innerlich mit den Augen rollt oder auf Durchzug schaltet. Zu sagen, die anderen seien Schuld, finde ich doch ein bisschen einfach. Auch dein Kind durchläuft die Pubertät, ist unsicher, sucht Bestätigung unter seinesgleichen. Womöglich wählt er falsche Mittel, ich würde das nicht per se ausschließen.
 

weidebirke

Urgestein
Nein tatsächlich interessiert es die Lehrer nicht und streiten es ab. Ich bin auch nicht die einzige die Probleme damit hat , viele meckern über die Schule und wechseln. Eine Freundin hatte ebenfalls das Problem und der Junge ist an der neuen Schule super glücklich und schließt sie bald ab.
Und ich schrieb bereits auch anderswo das wir uns dazu schonmal haben breitschlagen lassen haben, er hat kein adhs, Autismus oder sonstiges.
Kannst Du noch einmal erzählen, was die Lehrer abstreiten und was sie Euch in die Schuhe schieben?
 

Buntehäsin

Sehr aktives Mitglied
Na ja. Lehrer haben keinen Erziehungsauftrag. Eltern schon.
Ich werde aus Deinen nebulösen Schilderungen auch nicht schlau.
Ich denke, da sind viele Gespräche mit Deinem Sohn angesagt?
Ein schulwechsel wird m.E. nichts bringen.
 

MamaMitSohn

Mitglied
Na ja. Lehrer haben keinen Erziehungsauftrag. Eltern schon.
Ich werde aus Deinen nebulösen Schilderungen auch nicht schlau.
Ich denke, da sind viele Gespräche mit Deinem Sohn angesagt?
Ein schulwechsel wird m.E. nichts bringen.
Was genau ist daran nebulös? Was soll ich erziehen wenn er sonst nirgendwo Probleme hat? Er bekam Konsequenzen, ich machte den Lehrern Lösungsvorschläge, diesen wurden ignoriert. Mit ihm gesprochen habe ich ausführlich, er sieht seine Fehler ein und fand den sexuellen Teil nicht schlimm weil es eben alle Teenager machen, auch da habe ich ihn drauf hingewiesen das er das vielleicht unter den anderen Kindern sagen kann, aber nicht vor Erwachsenen.
Er selber möchte nicht mehr auf diese Schule gehen, teilweise geht er mit Bauchschmerzen zur Schule weil er das Gefühl hat das alle immer nur gegen ihn schießen und andere Kinder für diese Ausdrücke etc. keinen Ärger bekommen, was eben teilweise einfach so ist, es wird ignoriert das die Kinder an der Schule zum größten Teil sich völlig daneben benehmen. Es gab bereits Polizeieinsätze da die Schüler dieser Schule andere Kinder mit Steinen bewarfen...
Wir werden definitiv die Schule wechseln.
 

Grisu

Aktives Mitglied
Selbstverständlich sind die Eltern mehr gefragt als die Lehrer, deren Aufgabe es "eigentlich" sein sollte den Kindern einen Lehrstoff zu vermitteln.

Die Lehrer wären immer die "Dummen" würden sie sich in Themen einmischen, die aus den Elternhäusern - schon auf Grund von unterschiedlicher Kulturen - anders betrachtet werden. Ich persönlich bin der Meinung, dass vieles an Verantwortung auf Lehrer übertragen werden soll, was aber diese gnadenlos überlastet und auch ganz sicher nicht angebracht ist.

Selbstverständlich haben Kinder es derzeit nicht leicht wenn sie die ganzen Attentate mit bekommen auf Grund derer sich viele Fragen stellen - aber das ist die Aufgabe der Eltern dieses den Kindern so schonend wie möglich zu erklären. Eventuell müssen die Eltern sich dann mehr Zeit nehmen und schon im Vorfeld hinhören was beim Kind sich in der Gedankenwelt bewegen könnte. Oder eben tatsächlich den Weg zu einem Kinder- und Jugendtherapeuten antreten. Dorthin muss man/frau/mama/kind ja nicht erst wenn es zu spät isst. Da kann auch im Vorfeld ein Gespräch erfolgen.

Gruß von Grisu
 
S

Seifenblase123

Gast
was passiert wenn man ein Messer in den Bauch bekommt
So ohne Zusammenhang könnte das natürlich tatsächlich auch eine sachlich-interessierte Frage sein. Wie andere hier bezweifle ich aber, dass es so zu verstehen war bzw. von den Lehrkräften verstanden worden ist. Bin da genau der Meinung:

Und wenn sie dann vor diesem Hintergrund Deinen Sohn auffällig finden, dann muss da doch mehr dran sein als Du wahrhaben willst, denkst Du nicht auch?
Ich würde vermuten, dass du den besorgniserregenden Teil einfach nicht wahrhaben möchtest und stark rationalisierst.

Er hat sehr wohl Konsequenzen erfahren und wenn du mal lesen würdest, er ist überall absolut unauffällig nur die Schule bekommt es nicht hin, da liegt es sicher nicht an uns.
Genau diese Argumention habe ich auch schon gehört, unter anderem bei einem Kind, das für mich und alle Kolleg/innen EXTREMST auffällig war, zu Hause aber offenbar das liebst, bravste und netteste Kind. An den Eltern und ihrem Wunsch, dass alles gut sein soll - ja, gut sein muss - haben wir uns die Zähne ausgebissen. Der Junge stand unter MASSIVEM Druck und es schien so, dass er je lieber er zu Hause gewesen ist umso heftiger dann bei uns die "Sau rausgelassen" hat. Auch Eltern bekommen immer nur einen Teil mit und Kinder können sich in verschiedenen Umgebungen sehr unterschiedlich verhalten.

Wenn er auf der aktuellen Schule so unglücklich ist und ein Schulwechsel möglich ist, würde ich ganz abgesehen davon trotzdem als erstes versuchen diesen Weg zu gehen.
 

guaca

Mitglied
Wenn er Zuhause mal anfängt, kindisch über sexistische Sachen zu lachen reicht es wenn wir sagen, das es gar nicht so lustig ist und das nun gut ist. Für mich ist das aber auch einfach normal in diesem Alter, oder wie seht ihr das? Kann ich irgendetwas tun außer die andere Schule anzubetteln das er sofort wechseln darf?
In diesem Absatz wird klar, dass du das Verhalten (an dem in der Schule Anstoß genommen wird) relativierst, ja sogar normalisierst. Du schreibst ja, es sei „auch einfach normal in diesem Alter“.
Bedenke auch, dass seine sexistische Sprache in der Schule nicht wie zu Hause nur auf Erwachsenenohren trifft. So manches Mädchen im Alter deines Sohnes mag diese Sprache als gewaltsam erleben.
Die Schule sollte jedoch ein gewaltfreier Raum sein.
Außerdem solltest du den Lehrern die Entscheidung überlassen, welche Sprache sie in der Schule für geboten halten, solange diese auf den Grundfesten der Demokratie beruht. Immerhin tragen sie für diesen Bereich auch Verantwortung und nicht du. Die Lehrer schreiben dir ja auch nicht vor, wie dein Kind zu Hause zu sprechen hat.

Wenn mir Lehrer von einem derartigen Verhalten meines Sohnes berichtet hätten, dann hätte ich auf jeden Fall zu Hause eine derartige Ansprache formuliert, dass er es nicht mehr wagen würde, diesbezüglich wieder in der einen oder anderen Art aufzufallen.
Wenn nicht, wäre ich nicht in der Lage gewesen, meine Kinder zu erziehen.
Bedenke auch, dass Lehrer in der Schule zwischen 25 und 32 Kinder haben. In der Schulzeit ist ihre Hauptaufgabe, Lehrstoff zu vermitteln. Es kann nicht angehen, dass sie aufgrund von mehrfachemFehlverhalten ihrem Job nicht mehr nachgehen können.
 
Zuletzt bearbeitet:

Fantafine

Sehr aktives Mitglied
Mich irritieren zwei Dinge.

Erstens - ist es dir egal, ob dein Sohn sexuell aufgeladene und eventuell gewaltsame Sprache verwendet,weil "es ja alle tun"? Was suggerierst du ihm damit?

Und zweitens - wenn die Kinder alle solches Vokabular bemühen, wieso fällt dann dein Sohn so besonders auf? Stellst du dir die Frage nicht selber?
 

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