Ich finde es sollte mindestens einen Freibetrag für eine angemessene Altersvorsorge geben. Wenn jemand z.B. selbstständig ist, zahlt er in keine Rentenkasse ein.
Um im Alter kein Sozialfall zu werden, muss er privat vorsorgen. Aber warum sollte er privat vorsorgen wenn er Gefahr läuft durch Hartz 4 alles erst mal aufessen zu müssen?
Hartz bestraft Sparer.
Ja je nach Alter maximal 10.000 € ist der Freibetrag.
Aber beim Häuschen fängt es schon an. Nur der angemessene Bedarf ist geschützt. Geschieden, Kinder aus dem Haus, aber man wohnt noch in einem Haus? Kannst Pech haben und das Amt erwartet dich das Haus zu Geld zu machen, weil es zu groß ist.
Und was sind 10.000 € als Altersvorsorge? Der normale Arbeitgeber hat einen Anspruch gegen seine Rentenkasse von leicht mehreren hunderttausend €. Eine ergänzende oder im Falle des Selbstständigen vollumfängliche Altersvorsorge kann leicht über 100.000 € liegen.
Und nochmal: Warum wird der Sparer (der genau das tut, was der Staat immer empfiehlt, nämlich privat vorzusorgen) benachteiligt gegenüber demjenigen, der sein Geld im Kasino verpulvert oder davon in Urlaub fährt?
Definitiv ein Vorteil des BGE, dass man eigenständig ist und niemals Angst haben muss keine Hilfe zu bekommen, weil man vorher zu fleißig gespart hat.
Hi nochmal,
zu Absatz 1:
Zugegeben, ich kenne mich nicht mit allen Vorsorge-Produkten aus. Für einen normalen Arbeitnehmer ist jedoch die private Vorsorge in Form einer Betriebs - oder Riester-Rente sehr wohl vor Harz4 geschützt. Bei Selbständigen ist das die Rürup-Rente, wenn ich mich nicht täusche.
zu Absatz 2:
8-10k sind allemal genug um die viel zitierte "defekte Waschmaschine" zu ersetzen oder notwenige Reparaturen am Auto (kein Oldtimer, kein Luxusmodell) durchzuführen.
Möchte man ein Haus halten, wirds eng, da hast du Recht, vielleicht möchte das Amt auch dass du es veräußerst richtig...
Aber wo möchtest du hier die Grenze ziehen?
Wohnung?
Luxuswohnung?
Haus?
Villa?
Schloss?
private Boeing 747?
Fakt ist niemand benötigt unbedingt ein Haus zum menschenwürden Leben, warum sollte es dir die Gemeinschaft also zahlen. Sorry, mich geht dein Haus nix an und ich finde nicht, dass du Anspruch auf mein erarbeitetes Vermögen hast, um deines zu sichern, egal ob Selbständig oder Angestellt...
Ein Selbstständiger hat darüber (entsprechenden Einfallsreichtum und Fleiß vorausgesetzt) aber die Möglichkeit zu einem wesentlich beträchtlicherem Vermögen zu kommen, als ein Angestellter mit popeligem Anspruch auf Rente.
Auch hier gilt: Die Vor - und Nachteile der Eigenständigkeit, des Beamtentum und als Angestellter sind weithingehend bekannt. Die Vorteile begrüßt jeder, treten jedoch die Nachteile ein, wird ein Drama draus gemacht.
Zu Absatz 3:
Ich bin auch Sparer, wie du nehme ich an. Und mir geht es sehr gut damit. Die Freiheit, welche einem Ureigenes Geldvermögen bietet ist grandios. Keine nervigen Kreditgeber belasten mein Leben. Man muss nicht auf Raten schauen. Bei Arbeitslosigkeit hat man einen EIGENEN Puffer und ist für eine gewisse Zeit unabhängig vom gängelnden Amt. Man kann ferner seinen Kindern später mal was mitgeben (Ausbildung, Erbe). Ich fühl mich gut als Sparer.