K
Kleine Ameise
Gast
Hallo,
ich schreibe hier, denn ich weiss mir einfach nicht mehr weiter zu helfen und leide entsetztlich unter Liebeskummer. Ich möchte mich einfach mitteilen, denn ich habe mich langsam aller meiner Bekannten und Freunde entsagt und ziehe mich vom Leben zurück.
Ich bin ein hochsensibler Mensch und war schon als Kind melancholisch veranlagt, meine erster grosser Schwarm, den ich als Teen heimlich geliebt und verehrt hatte, hat sich nach einer kurzen turbulentem Phase umgebracht und ich hatte immer Beziehungen zu Männern die mich nach kurzer Zeit verlassen haben. Ich bin nicht unkompliziert, und hoffte immer auf den Seelenpartner der mein Wesen und innerstes Denken versteht und bei dem ich mich zuhause fühlen kann.
Mit 20 traf ich ihn - ein Bekannter in einem Lokal stellte ihn mir zwischen Tür und Angel vor, ich sah ihm in die Augen und es war um mich geschehen. Seltsamerweise fühlte ich mich sofort angezogen, obwohl er ein absolut ungepflegter Mensch war (und ist). Nach einigem langsamen Herantasten und öfteren Gesprächen, stellte sich jedoch heraus das wir uns sehr ähnlich waren. Er war das was ich gesucht hatte. Es bedarf keiner Worte um ihn zu verstehen und wir sonst auch auf "einem Level".
Es war perfekt - wie gesagt, war er absolut ungepflegt und machte auch auf die meisten Menschen einen furchtbaren Ersteindruck - einem Rasputin in der Ubahn gingen einfach viele aus dem Weg - in diesem Menschen schlummerte allerdings ein Diamant, er war viel beobachtender, feinsinniger als der Großteil der Gesellschaft. Er kämpfte gegen Oberflächlichkeit und mit seinem Äusserlichen zeigte er das auch.
Ich verliebte mich schwer in den Menschen. Er war intelligent und unglaublich kreativ aber leider auch enttäuscht vom Leben, alkoholkrank und meistens pessimistisch. Natürlich versuchte ich als Liebende ihn von diesen negativen Dingen zu befreien - und die Versuche und Gespräche kosteten mir viel Zeit und Kraft.
Trotzdem war ich glücklich, ich war froh endlich jemanden gefunden zu haben, der mich so akzeptierte wie ich war - mit allen meinen Ansprüchen und Eigenheiten. Mein Leben hätte perfekt weitergehen können, meine Liebe war wie Wind in den Segeln und ich hatte Kraft und Lust um gegen Alltagsprobleme und sonstigen Firlefanz der uns im Leben im Weg steht anzukämpfen. Ich wäre ihm gerne als Frau und Freund zur Seite gestanden und hätte ihn in jeder Phase unterstützt. Ich hätte mein Leben für ihn geopfert, das klingt zwar dumm, aber wenn man einen Menschen mehr liebt, als sich selbst ist das einleuchtend.
Er zog zu mir und meiner Mutter, weil er keine Bleibe hatte. Er brauchte viel Freiheit war auch schon mal tagelang unterwegs ohne sich zu melden. Er hielt nicht viel von Sex. Das seien nur Triebe und es gab wichtigeres im Leben.
Ich war geblendet und sah nicht, das er mich zwar sehr als guten Freund schätzte, aber keine Frau suchte und wollte. Ich verstand seinen Abstand zu mir nicht und versuchte ihn zu manchen Sachen zu zwingen. Meine Liebesbeweise wurden aggressiv und ich versuchte mich ihm aufzuzwängen, ich fühlte mich von ihm alleingelassen und war enttäuscht, da ich mir eine Beziehung anders vorgestellt hatte. Dann kam auch noch die Eifersucht ins Spiel. Er machte sich darüber lustig, weil er keinen Anlass für die Eifersucht fand und sie auch nicht verstand. Für mich waren diese Verarschungen jedoch wie ein Stich ins Herz und mein Innerstes kollapierte. Er sagte er liebe mich nicht, ich bin jedoch jemand besonderer den er aufrichtig als Freund bezeichnen kann, weiters haben wir keine Beziehung. Ich wollte es nicht warhaben, wusste genau das er immer die Wahrheit sprach, aus Respekt zum anderen - aber redete mir ein, das er log, weil er keine Empfindungen zugeben mag, die ihn vielleicht verletzten. Ich versuchte irgendwie herauszufinden, ob es so war. Es gab viele unschöne Szenen, für die ich mich heute noch geniere. Als er sich von mir überfordert und eingeengt fühlte, verlies er mich.
Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Alles war in meinen Augen tod - selbst die wunderbarst Rosenblüte.
Sorry das der Absatz so lang wird - ich versuche alle meine Empfindungen rüberzubringen - und es tut gut zu schreiben.
Im darauffolgenden Jahr warben einige Männer um mich, doch alle waren uninteressant für mich. Sie erschienen mir zu normal, zu oberflächlich, ich konnte mit niemanden tiefsinnig sprechen, das war ihnen zu anstrengend oder sie konnten mir nicht in diese Tiefe folgen. Für die Männer war ich sowieso nur eine verrückte Spinnerin - eine Unfrau.
Ich lernte dennoch einen kennen, der schätzte das ich anders war.
Er kämpfte hart um mich zu "knacken", da er für mich nicht perfekt erschien und ihm etwas an Einfühlungsvermögen fehlte. Ich sagte ihm ins Gesicht, das ich ihn nicht liebe und es für mich mein Leben lang nur einen gäbe.
Es war ihm egal und er wollte es akzeptieren, auch wenn es ihn zerstöre.
Ich kam mir wie ein A******* vor, aber konnte auch nicht aus meiner Haut heraus.
Dieser Mann ist ein wunderbarer Freund und Partner von mir geworden - wir sind jetzt fast schon 9 Jahre zusammen und zwischendurch hatte ich auch eine freundschaftliche Beziehung zu meiner "grossen Liebe" (dem anderen) aufbauen können.
Ich beobachtete sein Leben und lebte meines ohne gröberer Probleme und Gedanken. Bis auf den Tag vor 2 Jahren - ich war auf die Hilfe des kreativen Könnens meiner "Liebe" angewiesen und verbrachte einige Tage bei ihm um mit ihm etwas auszuarbeiten. Als ich nach Hause kam, merkte ich das ich es nicht als Zuhause empfand, sondern mich zurücksehnte.
Es kam wie es kommen musste - alte Liebe rostet nicht, ich fiel wieder tief in dieses verdammte Gefühl hinein.
Es war allen unangenehm, meinem Freund, da er gehofft hatte ich hätte diese Liebe überwunden.
Und "Ihm" - da er meine Liebe nicht verstand, weil er mich als Freund sah und auch mit der Hartnäckigkeit und Fragen die ein unglücklich Verliebter seinem Objekt der Begierde stellte, einfach überfordert war.
Ich weinte und tobte vor ihm, denn ich wusste nicht mehr was ich machen sollte, dieses Gefühl frass mich von innen auf und ich fühlte mich klein und hässlich, unbedeutend und unwichtig. Es könnte so harmonisch laufen, wenn ich nicht dauernd Stress machen würde. ich mache mich nur selber kaputt - meinte er nüchtern.
Ich brach die Freundschaft. Gab ihm alles zurück was mich die vielen Jahre an ihn band.
Und dachte 2 Jahre lang jeden Tag an ihn.
Weinte jeden Tag viele Tränen wegen ihm.
Machte mich verrückt und erhärtete innerlich. War äusserlich ungepflegt und hatte keine Geduld - konnte mich nicht auf meine Arbeit konzentrieren und hatte mit niemanden Mitleid. Ich hatte keine Kraft um anderen zu helfen, lief auf Sparflamme und wollte gegenseits niemanden mit meinem Unglück belasten.
Mein Freund akzeptierte vieles und ich danke ihm jeden Tag dafür, das er so ein toller Mensch ist und unglaublich starke Nerven hat. Er hätte jederzeit gehen können und ich hätte es auf jeden Fall verstanden.
Ich habe vor zwei Wochen die Freundschaft erneuert, da mein Freund sagte das es besser für mich wäre. Er weiss das der andere nichts für mich empfindet, aber keiner kann meine Blindheit von mir nehmen.
Woran halte ich fest?
Warum rede ich mir ein, was nicht ist?
Aber kann man ein inneres Empfinden abschalten - das geht doch so einfach nicht?
Wenn man den "einen" Menschen findet, soll man ihn festhalten, sagt man.
Er empfindet eine starke Gemeinsamkeit - doch er liebt mich nicht.
"Mich wirst Du nie mehr los" sagte er - doch er liebt mich nicht.
Wir können über alles reden, wir vertrauen uns blind, sagen alles schamlos heraus, auch wenn es den anderen nicht schmeckt - das nennt man Respekt und Ehrlichkeit dem anderem gegenüber.
Er mag meine unkonventionelle Art zu Denken und Aktionen die andere Menschen nicht verstehen würden.
Aber er liebt mich nicht. Er begehrt mich nicht.
Wenn ich darüber nachdenke ist alles glasklar. Er empfindet nichts - alles klar - sollte kein Problem sein.
5 Minuten später sitze ich zusammengekauert am Boden und weine mit dem "WARUM!!??" im Kopf.
Ich komme seit 10 Jahren von diesem Mann nicht los.
Ich schaffe es nicht, es zu kapieren - ich bin ja kein dummer Mensch aber irgendein Knacks in meinem Kopf hindert mich, die Sache realistisch zu sehen.
Irgendeine verdammte Begierde in meinem Herz, kann ihn nicht als Partner gehen lassen und als Freund wiederkommen.
Ein Kampf gegen mich selbst hat begonnen, ich hasse mich für meine Unvollkommenheit - mein Selbsthass frisst mich auf, ich reduziere meine Gedanke und hoffe bald auch endlich dumm zu werden, damit ich diese ganze Scheisse rund um mich nicht mehr ertragen muss.
Die Menschen hören nicht mehr zu - sie hören nicht auf die Worte die jemand sagt sondern versuchen im gleichen Moment herauszufinden, was man damit wirklich sagen will.
Die optische Erscheinung ist wichtiger denn je. Eine hübsche Sekretärin braucht nicht viel zu können um beim Bewerbungsgespräch zu punkten. Und was zum Teufel fällt den Werbefritzen ein uns auch noch einzureden zu wollen, das eine Frau auch noch schöne Achseln haben soll. Wie krank ist denn das??? Die Schönheitsfarmen, Kaufhäuser florieren und weil jeder bei den anderen mit Schönheit und Habe punkten will und die Werte auf die eine Freundschaft früher basierten verfallen komplett.
Ich habe keinen Wert auf dieser oberflächlichen Welt, da ich nicht ins Schema passe.
Es hilft sehr hier zu schreiben.
Ich komme gerade darauf, das ich den Menschen nicht mehr verlieren werde.
Ich muss nur meine Begierde loswerden und ihn versuchen mit neutralen Augen zu sehen.
Es liegt nur an mir.
Ich hoffe ich schaffe das, bevor er eine neue Beziehung eingeht,
denn das könnte unsere Freundschaft gefährden.
Vielleicht sollte es aber auch bald geschehen, damit ich auch endlich sehe das es keinen Sinn hat ihn zu lieben.
Er hatte seit 10 Jahren keine Frau.
Ich verrenne mich in Phantasien.
Dreh mich im Kreis, komme nicht weiter und stelle Erinnerungen so dar, wie sie mir gefallen.
Will die Wahrheit nicht hören und verstehen.
Fühle mich angespuckt und geprügelt.
Danke für Eure Aufmerksamkeit.
lg Ameise
ich schreibe hier, denn ich weiss mir einfach nicht mehr weiter zu helfen und leide entsetztlich unter Liebeskummer. Ich möchte mich einfach mitteilen, denn ich habe mich langsam aller meiner Bekannten und Freunde entsagt und ziehe mich vom Leben zurück.
Ich bin ein hochsensibler Mensch und war schon als Kind melancholisch veranlagt, meine erster grosser Schwarm, den ich als Teen heimlich geliebt und verehrt hatte, hat sich nach einer kurzen turbulentem Phase umgebracht und ich hatte immer Beziehungen zu Männern die mich nach kurzer Zeit verlassen haben. Ich bin nicht unkompliziert, und hoffte immer auf den Seelenpartner der mein Wesen und innerstes Denken versteht und bei dem ich mich zuhause fühlen kann.
Mit 20 traf ich ihn - ein Bekannter in einem Lokal stellte ihn mir zwischen Tür und Angel vor, ich sah ihm in die Augen und es war um mich geschehen. Seltsamerweise fühlte ich mich sofort angezogen, obwohl er ein absolut ungepflegter Mensch war (und ist). Nach einigem langsamen Herantasten und öfteren Gesprächen, stellte sich jedoch heraus das wir uns sehr ähnlich waren. Er war das was ich gesucht hatte. Es bedarf keiner Worte um ihn zu verstehen und wir sonst auch auf "einem Level".
Es war perfekt - wie gesagt, war er absolut ungepflegt und machte auch auf die meisten Menschen einen furchtbaren Ersteindruck - einem Rasputin in der Ubahn gingen einfach viele aus dem Weg - in diesem Menschen schlummerte allerdings ein Diamant, er war viel beobachtender, feinsinniger als der Großteil der Gesellschaft. Er kämpfte gegen Oberflächlichkeit und mit seinem Äusserlichen zeigte er das auch.
Ich verliebte mich schwer in den Menschen. Er war intelligent und unglaublich kreativ aber leider auch enttäuscht vom Leben, alkoholkrank und meistens pessimistisch. Natürlich versuchte ich als Liebende ihn von diesen negativen Dingen zu befreien - und die Versuche und Gespräche kosteten mir viel Zeit und Kraft.
Trotzdem war ich glücklich, ich war froh endlich jemanden gefunden zu haben, der mich so akzeptierte wie ich war - mit allen meinen Ansprüchen und Eigenheiten. Mein Leben hätte perfekt weitergehen können, meine Liebe war wie Wind in den Segeln und ich hatte Kraft und Lust um gegen Alltagsprobleme und sonstigen Firlefanz der uns im Leben im Weg steht anzukämpfen. Ich wäre ihm gerne als Frau und Freund zur Seite gestanden und hätte ihn in jeder Phase unterstützt. Ich hätte mein Leben für ihn geopfert, das klingt zwar dumm, aber wenn man einen Menschen mehr liebt, als sich selbst ist das einleuchtend.
Er zog zu mir und meiner Mutter, weil er keine Bleibe hatte. Er brauchte viel Freiheit war auch schon mal tagelang unterwegs ohne sich zu melden. Er hielt nicht viel von Sex. Das seien nur Triebe und es gab wichtigeres im Leben.
Ich war geblendet und sah nicht, das er mich zwar sehr als guten Freund schätzte, aber keine Frau suchte und wollte. Ich verstand seinen Abstand zu mir nicht und versuchte ihn zu manchen Sachen zu zwingen. Meine Liebesbeweise wurden aggressiv und ich versuchte mich ihm aufzuzwängen, ich fühlte mich von ihm alleingelassen und war enttäuscht, da ich mir eine Beziehung anders vorgestellt hatte. Dann kam auch noch die Eifersucht ins Spiel. Er machte sich darüber lustig, weil er keinen Anlass für die Eifersucht fand und sie auch nicht verstand. Für mich waren diese Verarschungen jedoch wie ein Stich ins Herz und mein Innerstes kollapierte. Er sagte er liebe mich nicht, ich bin jedoch jemand besonderer den er aufrichtig als Freund bezeichnen kann, weiters haben wir keine Beziehung. Ich wollte es nicht warhaben, wusste genau das er immer die Wahrheit sprach, aus Respekt zum anderen - aber redete mir ein, das er log, weil er keine Empfindungen zugeben mag, die ihn vielleicht verletzten. Ich versuchte irgendwie herauszufinden, ob es so war. Es gab viele unschöne Szenen, für die ich mich heute noch geniere. Als er sich von mir überfordert und eingeengt fühlte, verlies er mich.
Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Alles war in meinen Augen tod - selbst die wunderbarst Rosenblüte.
Sorry das der Absatz so lang wird - ich versuche alle meine Empfindungen rüberzubringen - und es tut gut zu schreiben.
Im darauffolgenden Jahr warben einige Männer um mich, doch alle waren uninteressant für mich. Sie erschienen mir zu normal, zu oberflächlich, ich konnte mit niemanden tiefsinnig sprechen, das war ihnen zu anstrengend oder sie konnten mir nicht in diese Tiefe folgen. Für die Männer war ich sowieso nur eine verrückte Spinnerin - eine Unfrau.
Ich lernte dennoch einen kennen, der schätzte das ich anders war.
Er kämpfte hart um mich zu "knacken", da er für mich nicht perfekt erschien und ihm etwas an Einfühlungsvermögen fehlte. Ich sagte ihm ins Gesicht, das ich ihn nicht liebe und es für mich mein Leben lang nur einen gäbe.
Es war ihm egal und er wollte es akzeptieren, auch wenn es ihn zerstöre.
Ich kam mir wie ein A******* vor, aber konnte auch nicht aus meiner Haut heraus.
Dieser Mann ist ein wunderbarer Freund und Partner von mir geworden - wir sind jetzt fast schon 9 Jahre zusammen und zwischendurch hatte ich auch eine freundschaftliche Beziehung zu meiner "grossen Liebe" (dem anderen) aufbauen können.
Ich beobachtete sein Leben und lebte meines ohne gröberer Probleme und Gedanken. Bis auf den Tag vor 2 Jahren - ich war auf die Hilfe des kreativen Könnens meiner "Liebe" angewiesen und verbrachte einige Tage bei ihm um mit ihm etwas auszuarbeiten. Als ich nach Hause kam, merkte ich das ich es nicht als Zuhause empfand, sondern mich zurücksehnte.
Es kam wie es kommen musste - alte Liebe rostet nicht, ich fiel wieder tief in dieses verdammte Gefühl hinein.
Es war allen unangenehm, meinem Freund, da er gehofft hatte ich hätte diese Liebe überwunden.
Und "Ihm" - da er meine Liebe nicht verstand, weil er mich als Freund sah und auch mit der Hartnäckigkeit und Fragen die ein unglücklich Verliebter seinem Objekt der Begierde stellte, einfach überfordert war.
Ich weinte und tobte vor ihm, denn ich wusste nicht mehr was ich machen sollte, dieses Gefühl frass mich von innen auf und ich fühlte mich klein und hässlich, unbedeutend und unwichtig. Es könnte so harmonisch laufen, wenn ich nicht dauernd Stress machen würde. ich mache mich nur selber kaputt - meinte er nüchtern.
Ich brach die Freundschaft. Gab ihm alles zurück was mich die vielen Jahre an ihn band.
Und dachte 2 Jahre lang jeden Tag an ihn.
Weinte jeden Tag viele Tränen wegen ihm.
Machte mich verrückt und erhärtete innerlich. War äusserlich ungepflegt und hatte keine Geduld - konnte mich nicht auf meine Arbeit konzentrieren und hatte mit niemanden Mitleid. Ich hatte keine Kraft um anderen zu helfen, lief auf Sparflamme und wollte gegenseits niemanden mit meinem Unglück belasten.
Mein Freund akzeptierte vieles und ich danke ihm jeden Tag dafür, das er so ein toller Mensch ist und unglaublich starke Nerven hat. Er hätte jederzeit gehen können und ich hätte es auf jeden Fall verstanden.
Ich habe vor zwei Wochen die Freundschaft erneuert, da mein Freund sagte das es besser für mich wäre. Er weiss das der andere nichts für mich empfindet, aber keiner kann meine Blindheit von mir nehmen.
Woran halte ich fest?
Warum rede ich mir ein, was nicht ist?
Aber kann man ein inneres Empfinden abschalten - das geht doch so einfach nicht?
Wenn man den "einen" Menschen findet, soll man ihn festhalten, sagt man.
Er empfindet eine starke Gemeinsamkeit - doch er liebt mich nicht.
"Mich wirst Du nie mehr los" sagte er - doch er liebt mich nicht.
Wir können über alles reden, wir vertrauen uns blind, sagen alles schamlos heraus, auch wenn es den anderen nicht schmeckt - das nennt man Respekt und Ehrlichkeit dem anderem gegenüber.
Er mag meine unkonventionelle Art zu Denken und Aktionen die andere Menschen nicht verstehen würden.
Aber er liebt mich nicht. Er begehrt mich nicht.
Wenn ich darüber nachdenke ist alles glasklar. Er empfindet nichts - alles klar - sollte kein Problem sein.
5 Minuten später sitze ich zusammengekauert am Boden und weine mit dem "WARUM!!??" im Kopf.
Ich komme seit 10 Jahren von diesem Mann nicht los.
Ich schaffe es nicht, es zu kapieren - ich bin ja kein dummer Mensch aber irgendein Knacks in meinem Kopf hindert mich, die Sache realistisch zu sehen.
Irgendeine verdammte Begierde in meinem Herz, kann ihn nicht als Partner gehen lassen und als Freund wiederkommen.
Ein Kampf gegen mich selbst hat begonnen, ich hasse mich für meine Unvollkommenheit - mein Selbsthass frisst mich auf, ich reduziere meine Gedanke und hoffe bald auch endlich dumm zu werden, damit ich diese ganze Scheisse rund um mich nicht mehr ertragen muss.
Die Menschen hören nicht mehr zu - sie hören nicht auf die Worte die jemand sagt sondern versuchen im gleichen Moment herauszufinden, was man damit wirklich sagen will.
Die optische Erscheinung ist wichtiger denn je. Eine hübsche Sekretärin braucht nicht viel zu können um beim Bewerbungsgespräch zu punkten. Und was zum Teufel fällt den Werbefritzen ein uns auch noch einzureden zu wollen, das eine Frau auch noch schöne Achseln haben soll. Wie krank ist denn das??? Die Schönheitsfarmen, Kaufhäuser florieren und weil jeder bei den anderen mit Schönheit und Habe punkten will und die Werte auf die eine Freundschaft früher basierten verfallen komplett.
Ich habe keinen Wert auf dieser oberflächlichen Welt, da ich nicht ins Schema passe.
Es hilft sehr hier zu schreiben.
Ich komme gerade darauf, das ich den Menschen nicht mehr verlieren werde.
Ich muss nur meine Begierde loswerden und ihn versuchen mit neutralen Augen zu sehen.
Es liegt nur an mir.
Ich hoffe ich schaffe das, bevor er eine neue Beziehung eingeht,
denn das könnte unsere Freundschaft gefährden.
Vielleicht sollte es aber auch bald geschehen, damit ich auch endlich sehe das es keinen Sinn hat ihn zu lieben.
Er hatte seit 10 Jahren keine Frau.
Ich verrenne mich in Phantasien.
Dreh mich im Kreis, komme nicht weiter und stelle Erinnerungen so dar, wie sie mir gefallen.
Will die Wahrheit nicht hören und verstehen.
Fühle mich angespuckt und geprügelt.
Danke für Eure Aufmerksamkeit.
lg Ameise